• 6. Lange Nacht der Computerspiele 2012

    Samstag, 5. Mai 2012 - HTWK Leipzig

    Zum sechsten Mal veranstaltet die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig die "Lange Nacht der Computerspiele".

    Im Mittelpunkt steht das Ausprobieren alter wie neuer Spiele. Entwickler und Studenten zeigen ihr Schaffen, Sammler ihre Videospiel-Schätze. Die Roboter-Fußballmanschaft der HTWK stellt sich vor. Eine Vitrinen-Ausstellung zeigt historische Spiele und Hardware sowie künstlerische Arbeiten rund um Spiele.

    Durch den Umzug in den wesentlich geräumigeren Lipsius-Bau wird die Spielenacht nicht nur größer, sondern auch vielseitiger. Erstmals werden Brettspiele, Table Tops und andere "analoge" Spiele gezeigt. Künstler aus den Bereichen Comic und Airbrush lassen sich über die Schulter schauen.

    Die Lange Nacht der Computerspiele ist für alle Interessierten offen. Sie richtet sich auch an die Besucher der Leipziger Museumsnacht. Der Eintritt ist frei.

    (Wer die Spielenacht aus den Vorjahren kennt: Die Veranstaltung findet nun komplett im Lipsius-Bau in der Karl-Liebknecht-Straße 145 statt. Statt einer langen Eröffnung werden im Rahmen der Spielenacht den ganzen Abend Vorträge und Präsentationen geboten.)

    Programm

    PCs ohne Ende

    Rund sechzig PCs warten auf die Besucher. Während ein PC-Pool kurzweilige Browser-Spiele bietet, sind im anderen Kabinett pro Rechner mehrere Dutzend aufwendigere Spiele installiert, darunter Independent-Titel wie "Dear Esther", aktuelle Hits wie das brandneue "Port Royale 3" und Spiele aus Leipzig.

    Die ComputerSpielSchule bringt eine Reihe von Notebooks mit, auf denen unter anderem vernetzt "Minecraft" und "Trackmania" gespielt werden kann.


    Aktuelle Spielkonsolen

    An Xbox, PlayStation und Wii kann sich an Bewegungs- und Action­spielen versucht werden.

    Zu den Höhepunkten zählen dieses Jahr Tanzmatten und ein "Tekken"-­Turnier, organisiert von XGames Leipzig.


    Riesige Retrostrecke

    Rund vierzig Konsolen und Heimcomputer aus vier Jahr­zehnten geben einen Überblick in die Entwicklungs­geschichte der Spiele. Zu sehen sind unter anderem Atari 2600, Atari Jaguar, Super Nintendo, NES, Sega MegaDrive, Sega Master System, Amiga 1200, Apple II, Atari 800 XL und Commodore 64.

    An vier miteinander vernetzten Atari ST kann in "Midi-Maze", einem der ersten Netzwerkspiele aus den achtziger Jahren, gegen­einander angetreten werden. Kurator Torsten Othmer hält dazu einen Vortrag über die Geschichte der Multiplayer-Spiele.

    Vorgestellt werden ebenso die Open-Source-Konsole Uzebox und der Hive-Computer.


    Weltpremiere Fahr-Simulator 2012

    Gewissermaßen als Weltpremiere kann "Fahr-Simulator 2012" erstmals öffentlich gespielt werden - auf 25 PCs. Das Spiel des Leipziger Entwicklers Media Seasons kommt erst eine Woche später in den Handel.

    In der Simulation lassen sich Fahrzeuge wie Krankenwagen, Bus, Muscle Car, Rennwagen, Abschleppwagen und Campingwagen während verschiedener Missionen steuern.


    Fußball-Roboter

    Traditionell stellt sich das Nao-­Team um die erfolgreichen Fußball-Roboter der HTWK Leipzig dem Publikum.

    Und das trotz der auf­wendigen Vorbereitungen auf die Welt­meisterschaft in Mexiko im Juni!


    Spiele-Entwicklung hautnah

    Die Spielenacht soll nicht nur Spaß machen, sondern vermitteln, daß Computerspiele ein kreatives Hobby und sogar ein Beruf sein können. Game Designer präsen­tieren vor Ort ihre Entwicklungen und stellen sich Fragen. Zu sehen sind unter anderem das in Ent­wicklung befindliche "Remnants of Gaia" Leipziger Studenten sowie Projekte rund um den Magdeburger Entwicklerclub Acagamics.


    Die Vielfalt der Game-Controller

    Ein Schwerpunkt dieses Jahr sind die Entwicklung und Vielfalt von Eingabegeräten. Dazu werden von Sebastian Bach eine Konsolen-Strecke und eine Vitrinen-Ausstellung mit originellen Controllern aufgebaut. Zum Thema hält Dr. Stefan Höltgen einen Vortrag.


    Shoot'em Ups - Klassiker der Videospielgeschichte

    "Space Wars" (1961) gilt als eines der ersten Computerspiele. Es eröffnete das Genre der Shoot'em-Ups, kurz Shmups. Mit "Space Invaders" (1978) nahm es Einzug in die großen Spielhallen.

    Anhand von ausgewählten Ver­tretern des Genres gibt eine Ausstellung einen Überblick über die Entwicklung dieses Ur-Typus von Computerspielen. Neben vielen spielbaren Titeln, wie "Darius Gaiden", "G.Darius" und "Layer Section" ("Rayforce") aus dem Hause Taito, werden zahlreiche Shmup-Titel in Vitrinen dekoriert.


    Spieleklassiker aus Deutschland

    Aus seiner reichhaltigen Sammlung zeigt Thomas Köhre eine Vitrinen-Ausstellung von Spieleklassikern made in Germany aus den achziger und neunziger Jahren.

    Sie läßt die Erinnerung an Namen wie Software 2000 und Rainbow Arts aufleben.


    Brettspiele, Pen&Paper, Table Top

    Zum ersten Mal werden "analoge" Spiele angeboten.

    Spielraum L.E. und das Sächsische Spielezentrum (Ludothek) bauen dazu eine Reihe von Brett- und Pen&Paper-Spielen auf.

    Games Workshop Leipzig gibt eine Einführung in die Welt der Table-Top-Spiele, an denen auf liebevoll gestalteten Tischen Miniatur-Armeen gegeneinander antreten.


    Kunst und Kultur

    Die Künstler von Airbrush Art&Tools demonstrieren an einem Arbeitstisch Airbrush-Arbeiten.

    Der Künstler NeonIn Vader zeigt eine Reihe von Konsolen, die mit den verschiedensten Materialien verziert worden.

    Thomas Janitzky veräußert eine auf fünfzig Exemplare streng limitierte Collage "Marble Madness".

    Kreatives Leipzig e.V. präsentiert seinen Kalender "Märchenstadt Leipzig", den es auch als App gibt, sowie sein Buch "Zustand und Zukunft kreativer Arbeit in Leipzig".


    Spielemusik

    Das Spielemusik-Radio Paralax begleitet die Veranstaltung live per Videostream. Am Studiotisch kann sich darüber informiert werden, wie ein Webradio funktioniert.

    Der Chiptunes-Künstler Mister TriAc gibt ein Livekonzert.


    Filmnacht

    Während der gesamten Spielenacht werden in einem Saal Spielfilme und Dokumentationen rund um Spiele und Computer aufgeführt.

    Ein Höhepunkt ist die Ausstrahlung der Dokumentation "Moleman 2 - Demoscene - The Art of the Algorithms". Sie wurde extra für die Veranstaltung deutsch untertitelt.


    Das Geheimnis der langen Spielenacht

    SAFKAS Computersoftware präsentiert ein spannendes, kinoreifes Filmerlebnis! Ein interaktiver Krimi zur Langen Nacht der Computerspiele. Ein schreckliches Verbrechen wurde am Vorabend der Spielenacht begangen, Nur ein fähiger Detektiv kann die Spuren finden und die Rätsel lösen, um den Fall aufzuklären. Am Ende wartet eine Überraschung auf den Spieler.


    Kantine

    Für das leibliche Wohl ist gesorgt: Die Fachschaft bietet für kleines Geld belegte Brötchen, Würst­chen, Kaffee, Cola und Säfte an.

    Im Umkreis der HTWK gibt es zahlreiche Gaststätten, Kneipen und Imbißstuben.

    Vorträge und Präsentationen

    Traditionell gibt es um 16.00 Uhr eine Eröffnung, mit Begrüßung und Vorstellen der Programmpunkte. Im Gegensatz den Vorjahren ist die Eröffnung kürzer; dafür gibt es die ganze Nacht Präsentationen und Vorträge.

    • 16.00 ganz kurze Eröffnung (Raum 110)
    • 16.30 Beginn der Filmnacht mit "Moleman 2" über die Demoszene (Raum 110)

    • 18.00 Beginn des Vortragsprogramms (Raum 112)
    • 18.00 Fußball-Roboter - das NAO-Team der HTWK
    • 19.00 Die RHEM-Story - Adventure-Entwickler Knut Müller im Gespräch
    • 19.30 Global Game Jam 2012 - Ein Rückblick von Rat King
    • 20.00 Digitale Analogien - Menschen an Computerspielen - Dr. Stefan Höltgen
    • 20.45 Spiele-Präsentationen "Remnants of Gaia" und "SuNaBros" - HTWK
    • 21.30 Die Open-Source-Spielkonsole Uzebox - Hartmut Wendt
    • 22.00 Die Geschichte der Multiplayer-Spiele - Torsten Othmer
    • 22.30 Wie heute neue C64-Spiele entstehen - Milo Mundt
    • 23.00 Strategien zum Erlangen von Draufsicht - Vortrag über Irrgärten und Labyrinthe - Thomas Janitzky

    • 00.00 8-Bit-Chiptunes-Konzert mit DJ TriAc (im Gang)

    Mitwirkende gesucht!

    Für die Lange Nacht der Computerspiele werden noch Mitwirkende gesucht. Studenten und professionelle Entwickler, die ihre Spiele vorführen möchten. Sammler, ob private oder Händler, die klassische Spielkonsolen und Heimcomputer aufbauen. Selbstbau-Projekte, die ihre Hardware-Basteleien zeigen. Es gibt Platz für Ausstellungen und Installationen rund um digitale Kunst. In einem Hörsaal können Filme gezeigt, Vorträge gehalten und Workshops gegeben werden.

    Tische und Stühle werden gestellt. Interessenten melden sich am besten an René Meyer.

    Kontakt

    Prof. Klaus Bastian, HTWK Leipzig
    Telefon: 0341/3076 6432
    E-Mail: bastian@imn.htwk-leipzig.de

    René Meyer, Die Schreibfabrik | Haus der Computerspiele
    Telefon: 0341/232 8881 - während der Spielenacht: 0174-8322 095
    E-Mail: meyer@schreibfabrik.de